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von Hartwin Grüning
Hartwin Grüning
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Mühlen und Mahlen  und sonst auch so

Mühlen können ganz verschiedenen Zwecken dienen, je nachdem, wozu die erzeugte Kraft verwendet wird. So gab und gibt es zum Teil auch heute noch Hammermühlen, Stampfmühlen, Walkemühlen, Lohmühlen, Papiermühlen, Dreschmühlen, Pulvermühlen, Farbmühlen, Sägemühlen, Schälmühlen, Ölmühlen und Getreidemühlen. In "Mahlmühlen" werden Rohstoffe zerkleinert, also z.B. Getreide, Gewürze oder Farben.

Im Jahr 1895 waren 97 % aller mit Windmotoren betriebenen Mühlen Getreidemühlen. Zu diesen zählte auch die Heiser Windmühle.

Getreide

Zu den Getreiden zählen bei uns Weizen und Roggen, aus denen Brotmehlsorten hergestellt werden, Hafer (als Tierfutter und als Haferflocken verwendet) und Gerste, die zu Braugerste oder Tierfutter verarbeitet wird. Auch Buchweizen wird zum Getreide gerechnet, obwohl er nicht zu den Gräsern, sondern zu den Knöterichgewächsen gehört.

Mahl- oder Schrotgang

Im Mahl- oder Schrotgang ist der obere der beiden Mahlsteine der Läufer (Oberläufer).

Ein Getreidekorn enthält nicht nur den Mehlkörper. Der ist vielmehr von der eiweißreichen Fruchtschale und der harten Samenschale umgeben. Beim Mahlen wird das Getreidekorn zerkleinert, das Mehl wird freigesetzt aber auch ein Teil der Schalen, die man zusammen als Kleie bezeichnet. Im Vollkornmehl sind alle Bestandteile des Getreidekorns fein gemahlen enthalten. Um Weißmehl herzustellen, müssen die Kleiebestandteile entfernt werden, was durch aufwendige Sichtungsanlagen geschah.

Aus Weizen und Roggen wurden Mehl, Kleie und Grieß gemahlen.

Schälgang

Im Schälgang ist der untere der beiden Mahlsteine der Läufer (Unterläufer).

In Schälmühlen:

Um Haferflocken Graupen oder Weißreis herzustellen, müssen die Pflanzensamen nicht gemahlen, sondern geschält werden. Dafür braucht man spezielle Schälgänge (die es in der Heiser Windmühle nicht gab). Graupen werden aus Gerstenkörnern hergestellt, die verschieden lange geschält werden. Bei der Herstellung von Haferflocken werden durch Schälen als erstes die Spelzen entfernt. Durch Erwärmen werden Bitterstoffe entfernt und zum Schluß die Haferkerne zwischen Walzen gepreßt.

In Ölmühlen:

In Ölmühlen wird das pflanzliche Öl aus den ölhaltigen Samen herausgeschlagen oder gepreßt. So wird Öl aus Raps, Mohn oder Leinsamen hergestellt.

Beispiele: Mohn, Rapssamen, Leinsamen

 

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